Liebe ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die
ein Mensch für einen anderen Menschen zu empfinden fähig ist. Analog wird dieser
Begriff auch auf das Verhältnis zu Tieren oder Sachen angewendet. Im weiteren
Sinne bezeichnet Liebe eine ethische Grundhaltung („Nächstenliebe“), oder die
Liebe zu sich selbst („Selbstliebe“).
Im ersteren Verständnis ist Liebe ein Gefühl und mehr noch eine innere Haltung
positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den reinen
Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in
der Regel durch eine tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Hierbei wird nicht
unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines
Familienverbundes („Elternliebe“) handelt, um eine enge Geistesverwandtschaft
(„Freundesliebe“) oder ein körperliches Begehren („geschlechtliche Liebe“). Auch
wenn letzteres eng mit Sexualität verbunden ist, bedingt sich auch in letzterem
Falle beides nicht zwingend, zum Beispiel die so genannte „platonische Liebe“.