Liebe, insbesondere Verliebtheit („Verliebtsein“) kann sich nonverbal, etwa
durch Blicke, Mimik, Unruhe oder Körperhaltung ausdrücken. Beruht die Liebe auf
Gegenseitigkeit, drückt der Mensch sie durch Zärtlichkeiten, insbesondere Küssen
und Berührungen aus. Die körperliche Vereinigung (Sex) kann dabei als intimste
Ausdrucksform der Liebe dienen.
Verbale Ausdrucksformen sind in erster Linie Bezeichnungen der oder des
Geliebten, meistens in Form von Komplimenten und Koseworten bzw. Kosenamen wie
„Liebling“, „Schatz“, „Mausi“, „Hasibärchen“, „Engelchen“, „Zuckerschnutte“ oder
„Hasi“...
Besondere, konventionelle Formen sind die „Liebeserklärung“ oder der
„Liebesbrief“, die auch in der Literatur eine besondere Würdigung erfahren
haben. Auch Rituale wie die Verlobung oder Symbole wie der Freundschaftsring
gehören hierzu.
Das Ideal einer „Liebe als Verehrung“ unter Ausschluss einer konkreten
körperlichen Beziehung gehört eher in die (Literatur-)Geschichte und fand dort
eine besondere Form in der sogenannten „hohen minne“, ein Begriff, den Walther
von der Vogelweide als Gegenbegriff zur „nideren minne“, also der körperlich
erfüllten Minne, verwendet. In dieser poetischen Form der Liebe bleibt die „frouwe“
unerreichbar.